Die Vorzüge von Android sind bekannt: Das von Google entwickelte Betriebssystem für Smartphones ist schlank, läuft ohne Zicken – und lässt sich mit kleinen Programmen, den Apps, an die persönlichen Bedürfnisse des Users anpassen. Apps können nach Belieben installiert und deinstalliert werden und haben die buntesten Funktionen: Eine Wasserwaagen-App gibt es ebenso wie einen Reiseführer, den Fahrplan der Bahn, Rezeptsammlungen oder eine unüberschaubare Zahl an Spielen.
Als zentraler Knotenpunkt für die Versorgung mit Apps fungiert der Android Market, eine Art virtuelle Bibliothek, aus der die einzelnen Anwendungen herunter geladen werden können. Doch wie funktioniert er genau?
Freie Plattform aus Einsen und Nullen
Wie die Apps besteht auch der Android Market selbst nur aus Einsen und Nullen. Genau: Es handelt sich um eine Software, die sich auf den meisten mit OS Android laufenden Smartphones vorinstalliert ist. Anders als Apples App Store ist sie als freie Plattform angelegt, auf der Drittfirmen oder freie Entwickler ihre Programme von Google unbehelligt anbieten können sollen.
Eröffnet wurde der digitale Marktplatz übrigens im Oktober 2008 – und wächst seitdem rasant: Im April 2010 überstieg die Anzahl der auf ihm verfügbaren Apps die Marke von 50000, monatlich kommen inzwischen tausende hinzu.
Sortierung nach Themenbereichen
Um die Suche nach Apps zu vereinfachen, stehen dem User verschiedene Kategorien zur Verfügung – Oberbegriffe, die zur Sortierung der Programme dienen und sie Themenbereichen zuordnen. Derzeit hat man die Wahl zwischen Games, Tools, Lifestyle, Finanzen, News & Weather, Shopping, Social und Productivity. Im Herbst 2009 kamen außerdem die neuen Kategorien Sport, Health, Themes und Comics hinzu.
Die meisten Anwendungen sind kostenlos. Ihr Download ist jedoch nur über den Android Browser des Handys möglich. Außerdem sind Google-Account und Internetverbindung Grundvoraussetzungen für eine Runde über den Android Market.
Lust am Stöbern
Auf die starke Einbindung der User legt Google viel Wert: Jede App kann kommentiert und bewertet werden. Bis jetzt schauen deutschsprachige Anwender allerdings in die Röhre, weil bislang nur eine englischsprachige Version des digitalen Marktplatzes existiert. Eine offizielle Homepage, auf der alle verfügbaren Apps gelistet sind, gibt es ebenfalls nicht.
Die Suche nach Applikationen gleicht deshalb oft der sprichwörtlichen Suche nach der Nadel im Heuhaufen. Etwas Abhilfe schaffen Seiten wie androlib.com oder cyrket.com, in deren Datenbanken sich das Gros der Apps aus dem Android Market wieder findet. Die Bereitschaft zum Stöbern muss man bislang jedoch in jedem Fall mitbringen.
Eingeschränkte App-Auswahl
Oft kommt es bei der Recherche allerdings zu Problemen. So muss sich so mancher Nutzer mit einer eingeschränkten App-Auswahl zufrieden geben. Denn bringt ein Smartphone nicht die richtigen Voraussetzungen mit, tauchen viele Apps im Android Market einfach nicht auf.
Mit Problemen dieser Art sahen sich zum Beispiel G1- oder Motorola-Besitzer konfrontiert. Das liegt zum einen an der Geräte-ID, die Google bekannt sein muss, damit man Apps mit Kopierschutz herunter laden kann. Zweitens muss die Hardware des Handys die technischen Anforderungen einer Applikation erfüllen. Im anderen Fall droht auch hier, dass viele Apps gar nicht erst angezeigt werden, – übrigens ohne dass Google auf den Missstand aufmerksam machen würde.
Zahlung via Paypal?
Für Ärger sorgen auch die Zahlungsmodalitäten. Die Rechnungsbeträge für gekaufte Apps lassen sich derzeit nur über Kreditkarte begleichen – die jedoch hierzulande bei weitem nicht so verbreitet sind wie in den USA. Laut des von den Deutsche Card Services herausgegebenen „E-Commerce Reports“, der alljährlich Daten zum Kauf- und Zahlverhalten im Internet liefert, wurden 2009 noch 42% der Einkäufe via Überweisung abgewickelt, auf die Kreditkarte entfielen demnach 35%.
Es gibt jedoch Überlegungen, langfristig auch in Deutschland Ebays Dienst Paypal für Zahlungen zuzulassen. In Ländern wie Großbritannien, Frankreich, Italien und die Niederlande soll dieser Schritt bereits im zweiten Quartal 2010 erfolgen.
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[...] braucht nur einen schnellen Blick in den Android Market, um zu verstehen, dass viele Apps nicht dazu dienen, Zeit zu sparen, sondern sie totzuschlagen. [...]
Pingback by Bubble - Android Apps und Handys im Test — 12. Mai 2010 @ 13:16
[...] von Sun Microsystems entwickelte Java- Technik. Schon jetzt sind mehr als 70000 Programme für den Android- Markt erhältlich. Pro Monat gibt es circa 14000 neue Programme zum Erwerben. Auch Google Maps, SMS- und [...]
Pingback by Das Android-Betriebsystem | Smartphones, Software, Betriebsystem, Android-Handys, Android- Markt, Android | MBDealer.de — 14. Juni 2010 @ 12:14
[...] nicht so auf Du ist, liest besser weg. Alle anderen dürften sich über die seit kurzem im Android Market verfügbare App Pocket Ikea-App freuen. Die Anwendung ermöglicht das Durchsuchen des [...]
Pingback by Pocket Ikea: Billy goes Android « Android Apps und Handys im Test — 6. September 2010 @ 08:58
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