Lange Zeit herrschte auf dem Tablet-Markt Ratlosigkeit vor. Apples iPad hatte bislang kein Hersteller etwas entgegenzusetzen – auch weil das richtige Betriebssystem fehlte. Mit Android 3.0 (Honeycomb) füllt Google diese Lücke.
Im Rahmen einer Pressekonferenz im Hauptsitz des Konzerns im kalifornischen Mountain View hat Google die auf Tablets optimierte Version von Android vorgestellt. Nach der Präsentation steht fest: Android ist erwachsen geworden – und Apple muss sich warm anziehen. Androidapptests.com präsentiert einen Überblick über die wichtigsten Neuerungen.
Web-Shop für den Android Market
Zu den wichtigsten Features gehört zweifellos der neue Web-Shop des Android Market. Er ermöglicht das Durchsuchen des App-Angebots und erleichtert den Kauf der Anwendungen. Ausgewählte Apps werden over the Air direkt auf das mit dem Google-Account verbundene Smartphone oder Tablet übertragen. Die App-Entwickler dürfen sich über verbesserte e-Commerce-Funktionen wie In-App-Payments freuen.

Benutzeroberfläche mit 3D-Elementen
Kräftig gefeilt wurde außerdem an der Benutzeroberfläche, die mit der gewohnten Android UI nur noch wenig gemein hat. So wartet Honeycomb mit vielen neu gestalteten Widgets und dreidimensionalen Animationen auf. Zur flüssigen Darstellung der 3D-Elemente wurde eigens eine neue Software namens Renderscript entwickelt.

Ein Beispiel dafür findet sich in der neuen Musik-App, in der sich die Artworks gespeicherter Alben per Coverflow darstellen lassen. Spiele-Entwickler dürften Honeycombs Grafikpotenzial mit Wohlwollen sehen.

Android 3.0 verzichtet auf die vier bislang gewohnten Hardware-Buttons. Die Bedienung erfolgt komplett über das Display und eine Task Bar am unteren Bildschirmrand. Darin wurde unter anderem ein Multitasking Button integriert, über den man sich alle aktiven Programm auf einen Blick anzeigen lassen kann.
Fünf selbst mit Apps und Widgets befüllbare Homescreens bilden die zentrale Schnittstelle mit dem User. Überarbeitet präsentiert sich außerdem die Bildschirmtastatur. Die Tasten sind größer, eine Space-Taste ist neu hinzu gekommen.

Modifizerte Apps
Beliebte Eigengewächse wie Google Maps, Google Mail, Google Chrome oder YouTube hat Google auf die Erfordernisse von Tablets hin angepasst. Google Maps trumpft mit 3D-Vektorgrafiken auf, Chrome ermöglicht Tab-Browsing. Weiteres Schmankerln: Ein Inkognito-Modus soll anonymes Surfen erlauben. Google Talk unterstützt standardmäßig Video-Telefonie – allerdings nur von Honeycomb- zu Honeycomb-Device.

Zwei Millionen Bücher im E-Book-Store
Auch im E-Book-Segment möchte sich Google offenbar besser positionieren und iPad oder Kindle ernsthafte Konkurrenz machen. Im hauseigenen E-Book-Shop stehen laut Eigenaussage rund zwei Millionen digitalisierte Bücher bereit, die direkt über das Tablet erworben werden können. Eine hübsch aufgemachte E-Book-Reader-App komplettiert Googles literarische Offensive.
Support externer Hardware
Verbessert wurde außerdem die Kamera-App, die Schnappschüsse erleichtern und einen komfortableren Zugriff auf das Foto-Archiv bieten soll. Unbedingt erwähnenswert: Via USB-Anschluss kann externe Hardware an Honeycomb-Geräte angeklemmt werden.
Wer sich selbst ein Bild machen möchte: Hier das Video zum Google Event in voller Länge:
[zusätzlich engadget, androidandme]
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die weboberfläche ist schön, leider kann man dadrüber scheinbar aber (noch?) keine apps deinstallieren. Das wäre nur logisch finde ich, wenn will man das ja komplett in der weboberfläche verwalten können!
Kommentar by matze — 3. Februar 2011 @ 13:26
unfortunately honeycomb cannot be applied in smartphone right ?
Kommentar by mypcgadger — 5. Februar 2011 @ 11:59
App Kauf per Webstore funktioniert wunderbar
Kommentar by Chris — 6. Februar 2011 @ 00:41