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Angriff ist die beste Verteidigung: Twitter kauft TweetDeck

Am: 03. Mai 2011 um: 14:54 von: Johannes Wallat

Twitter hat TweetDeck gekauft – das berichten die Kollegen von TechCrunch unter Berufung auf eine anonyme Quelle. Der Deal, der erst in den nächsten Tagen offiziell bekannt gegeben werden soll, hat ein Volumen von 40-50 Mio. US-Dollar.

Bereits im Februar hatte es Gespräche über den Verkauf von TweetDeck gegeben – damals war das Unternehmen UberMedia als Käufer im Gespräch, als Preis wurde ein Betrag von 25-30 Mio. US-Dollar genannt. Der Deal war auch so gut wie sicher, doch dann kam Twitter mit einem Gegenangebot, und die Zusatzmillionen dürften letztendlich den Ausschlag gegeben haben – jetzt ist TweetDeck also ein Teil des mächtigen Mikroblogging-Unternehmens.

Damit kommt zusammen, was sowieso irgendwie zusammen gehörte: TweetDeck ist eine Desktop-Anwendung, die Social Networking-Dienste wie Facebook, Foursquare oder Twitter bündelt; sie gilt als eine der beliebtesten Twitter-Apps.

Mit derzeit gut 140 Millionen Twitter-Usern ist die Angst von Twitter verständlich, dass ein Wildwuchs von Drittanbieter-Apps das Twitter-Imperium zum Wanken bringen könnte. Hinsichtlich Funktionen und Erscheinungsbild ist Twitter einheitliches Auftreten besonders wichtig – noch im März hatte Chefzwitscherer Ryan Sarver in einem langen Statement klar gemacht, dass sich Drittanbieter an die neu formulierten Nutzungsregeln halten müssen – sonst drohe die Sperrung des Zugangs zu den Twitter-Datenbanken.

Nachdem Twitter Ende Februar den Twitter-Apps Twidroyd, UberTwitter und UberCurrents vorübergehend den Zugang zu den Accounts der User gesperrt hatte und den Weg erst nach einigen Anpassungen wieder freigegeben hatte, kann auch der Kauf von TweetDeck unter dem Motto “Angriff ist die beste Verteidigung” eingeordnet werden: Twitter hat damit wichtigen Boden gegenüber UberMedia gewonnen, die mit einem Kauf von TweetDeck zu viel Einfluss auf den Mikroblogger gehabt hätten.

Tweetdeck Banner

[via TechCrunch]

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