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So mancher interessiert sich zwar für Fußball, ist jedoch mit dem Geschehen der ersten Bundesliga bereits ausgelastet. Infos zu unteren oder gar internationalen Ligen überschlagen solche Zeitgenosse vermutlich so beharrlich wie geflissentlich. An sie richtet sich Bundesliga Pocket 10. Die App widmet sich ausschließlich der höchsten deutschen Spielklasse. Leider wird aber schon nach wenigen Minuten klar, dass sich das Programm im Spiel um die beste Fußballapp bislang mit einer Reservistenrolle zufrieden geben muss.
Funktionsumfang
Optisch mau und wenig informativ präsentiert sich der Startbildschirm. Gleichwohl: Der Funktionsumfang der App ist für fanatische Info-Puristen sicherlich ausreichend. Bundesliga Pocket 10 beschränkt sich nämlich auf die reinen Basisinformationen. Anhand von verschiedenen Reitern am unteren Displayrand kann man zwischen Tabelle, Ergebnisanzeige, Spieltagen und Übersichtsansichten zu den einzelnen Vereinen wählen.
Leider haben die Entwickler es nicht hinbekommen, die wenigen Informationen halbwegs detailliert aufzubereiten. Bei den Spielergebnissen hat man sich nicht einmal die Mühe gemacht, die Minuten anzuzeigen, in denen die Tore der Begegnungen geschossen wurden. Außerdem werden die Partien des kommenden Spieltages nicht nach Datum und Uhrzeit sortiert. Die Angaben liefert die App erst nach Ablauf des Spieltages nach.
Immerhin: Der Liveticker hat während des Tests seinen Job zuverlässig erledigt und die Ergebnisse zeitnah aktualisiert.
Bedienbarkeit
Besonders angenehm ist die Navigation nicht. Zwar erscheint der Programmaufbau auf den ersten Blick recht aufgeräumt und strukturiert, offenbart aber nach kurzer Zeit erhebliche Schwächen.
Klickte man etwa eine Begegnung des kommenden Spieltages an, sprang die App auf ein Spiel der Vorwoche, in dem eine der beiden Mannschaften dabei war – nur um sich nach wenigen Augenblicken selbst auszuschalten. Auch die Reitersymbole waren nur schwer nachvollziehbar. Auf den ersten Blick war nicht zu erkennen, was sich hinter ihnen verbarg. Ums stete Ausprobieren kommt da niemand rum, intuitiv geht nur wenig.
Ebenfalls gewöhnungsbedürftig und untypisch: Ein Druck auf den Zurück-Button beendet die App. Alternativ kann über die in der App implementierten Vor- und Zurück-Pfeile am oberen Bildschirmrand navigiert werden. Leider haut auch das nicht hin: Statt horizontal den Nutzungsverlauf transparent zu machen, dienen beide Buttons lediglich dem vertikalen Durchklicken von Listen wie Spielergebnissen oder Vereinsvorstellungen.
Wirklich flüssig ging das Navigieren zu keinem Zeitpunkt vonstatten. Zu allem Überfluss lief die App auf dem G1 sehr instabil.
Fazit
Bundesliga Pocket 10 ist eine herbe Enttäuschung. Wenn sich eine App schon auf eine einzige Liga konzentriert, sollte sie wenigstens mit detailliert und übersichtlich aufbereiteten Informationen aufwarten. Auch unbegreiflich: die App-Größe von 2,3 MB, die in keiner Weise mit dem mageren Funktionsumfang korrespondiert. In ihrer jetzigen Form ist Bundesliga Pocket 10 schlicht nicht zu gebrauchen.
Lediglich der Live-Ticker ist ansprechend. Als schlagendes Pro-Argument reicht das aber nicht aus: Über den verfügen schließlich auch andere Apps.
Als Testgerät kam ein G1 zum Einsatz. Bundesliga Pocket 10 ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.
Weitere Fußball-Apps im Test:
• Ran
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Pingback by Bundesliga 2010/2011 – die besten Apps zum Saisonstart « Android Apps und Handys im Test — 27. August 2010 @ 15:04