Samsung im Kreuzfeuer der Vorwürfe: Das Unternehmen wurde am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos als eines der “schlimmsten Unternehmen der Welt” mit dem Schmähpreis “Public Eye People’s Award 2012″ ausgezeichnet. Die Vorwürfe: Der Konzern setzt in seinen Fabriken hochgiftige Substanzen ein und ist damit Schuld am Krebstod dutzender Mitarbeiter.
Die Schattenseiten der Produktion von Samsungs Publikumslieblingen, zum Beispiel aus der Galaxy-Serie, wird nur selten beleuchtet. Die wenigsten Kunden wissen um die Produktionsbedingungen, unter denen ihre geliebten Gadgets hergestellt werden. Und noch weniger Kunden kümmern sich wohl ernsthaft um die Gesundheit der Fabrikarbeiter von Samsung.
Umso wichtiger ist der Public Eye-Award, der jedes Jahr an die schlimmsten Unternehmen verliehen wird – eine Art goldene Himbeere der Industrie, aber mit ungleich ernsterem Hintergrund. Auf Platz eins ist dieses Jahr das Bergabuunternehmen Vale gelandet, Platz zwei wird von den japanischen Atom-Scmutzfinken Tepco belegt. Ja, und auf Platz drei kommt auch schon Samsung.
Die Vorwürfe gegen den Konzern wiegen schwer, wie heise online berichtet: Samsung soll in seinen Werken hochgiftige und krebserregende Substanzen wie das Lösungsmittel Benzol einsetzen, ohne Mitarbeiter zu informieren, geschweige denn zu schützen.
Man spricht von mindestens 140 Krebserkrankungen und über 50 Todesfällen, die auf die Arbeitsbedingungen in Samsungs koreanischen Werken zurückzuführen seien. Bislang gab es von Samsung keinen Kommentar zu den Vorwürfen.
In der Verantwortung sieht sich der Konzern nicht, obwohl bereits Mitte 2011 ein Gericht die Verbindungen zwischen den Arbeitsbedingungen bei Samsung und der Leukämieerkrankung zweier Mitarbeiter bestätigt hatte. Samsung gab daraufhin eine Studie in Auftrag, die zu dem Schluss kam, dass es keinen Zusammenhang gebe. Nach einigem Zögern ging Samsung dann aber im August doch dazu über, Mitarbeiter und ihre Angehörigen finanziell zu unterstützen. Ein kleines Schuldeingeständnis.
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