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Dropbox

Am: 03. September 2010 um: 08:35 von: Benedikt Niederschmid
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4 von 5 Sternen
App-Version 0.9.8.6
App-Größe 804 KB
Preis kostenlos

Bis die Tage von Speichermedien wie MicroSD-Karte oder externer Festplatten der Vergangenheit gezählt sind, sollte einem kein langer Bart mehr wachsen. Die Zukunft jedenfalls dürfte Cloud-basierten Webdiensten gehören, die Daten immer und überall zugänglich machen. Dropbox zum Beispiel: Der Android-Client des virtuellen Ablagekartons weiß im Test vor allem durch seine Alltagstauglichkeit zu entzücken.

Konkurrenz

Pioniergeist schützt bekanntlich nicht vor Konkurrenz: Zwar war Dropbox einer der ersten Dienste auf dem Markt, mittlerweile bieten jedoch viele weitere Unternehmen Speicherplatz in der Datenwolke an. Neben Dropbox erfreuen sich unter anderem Zumo Drive, Droidbox Free oder SugarSync großer Beliebtheit.

Funktionsumfang

Die Dropbox-Funktionsweise ist so simpel wie clever. Richtet man auf dem PC einen Client ein, stellt das Programm dem User virtuellen Speicherplatz zur Verfügung. In einem speziellen Ordner können Dateien gleich welcher Art abgelegt werden, die das Programm dann in die Wolke hoch lädt. Der Kniff: Sind noch andere Rechner mit demselben Client verbunden, legt Dropbox auch dort den gleichen Ordner mit identischem Inhalt an. Regelmäßig erfolgt eine automatisierte Synchronisation aller Daten. Wird von einem Computer aus eine Datei geändert, befinden sich auch die anderen immer auf dem neuesten Stand.

Längst hat Dropbox Einzug in die Welt der Smartphones gehalten, es allerdings zunächst nur ins iPhone-Land geschafft. Der Android-Client schließt also eine klaffende Lücke im Angebot des Unternehmens. Das Ergebnis ist angenehm schlank ausgefallen. Nach der Eingabe der Zugangsdaten verbindet sich die App mit den Dropbox-Servern und wirft alle virtuell abgelegten Dateien in einer klassischen Explorer-Ansicht aus. Von ihr aus lassen sich über die Menütaste unter anderem Dateien öffnen, neue Ordner anlegen oder Uploads durchführen.

Schnelle Datenübertragung

Zeitgenossen mit limitierten Datentarifen dürfte sich mittlerweile die Stirn gekraust haben. Es besteht jedoch kein Grund zur Beunruhigung: Anders als beim PC lädt das Smartphone die virtuell verfügbaren Dateien nicht direkt herunter. Größere Datenmengen fließen erst, wenn eine Datei geöffnet oder hochgeladen werden soll. Beides erledigt die App im Test übrigens mit ordentlicher Geschwindigkeit. Ein über das Telefon hochgeladenes Audiofile tauchte nach nicht einmal einer Minute im Dropbox-Ordner des PCs auf. Beschränkungen hinsichtlich der Dateiformate gibt es übrigens nicht.

Verwalten oder leer räumen lässt sich das Verzeichnis über das Handy aber leider nicht. Eine Möglichkeit zum Löschen von Dateien wurde nämlich nicht in die App implementiert. Ebenfalls lässt sich vorab nicht einstellen, welche Dateien überhaupt synchronisiert werden sollen, Stichwort „Selective Sync“. Hilfreich wäre zudem eine Anzeige über den Fortschritt von Down- oder Uploads. Auch täten der Benutzeroberfläche ein paar grafische Streicheleinheiten gut. Um die Usability zu verbessern, könnten zum Beispiel Miniaturansichten von Fotos oder Grafiken praktisch sein.

Ach ja: Kostenlos stellt Dropbox zwei Gigabyte freien Speicherplatz zur Verfügung. Wer mehr will, muss zahlen – oder neue Member anwerben: Für jedes neue Mitglied gibt es 250 MB Speicher zusätzlich.

Bedienbarkeit

Da die Dropbox-UI im Stil des Windows Explorer daherkommt, gestaltet sich der Umgang mit der App größtenteils intuitiv. Auch dass sie für die Dateiauswahl vor Uploads Zweitprogramme wie den Astro File Manager oder den Browser des internen Media Players nutzt, ist schon nach zaghaftem Ausprobieren kein Problem mehr.

Fazit

Als Arbeitshilfe schlummert im Dropbox-Prinzip gewaltiges Potenzial. Klingt doch traumhaft: keinen Ärger mehr mit verlorenen oder kaputten Speichermedien und immer mit den aktuellsten Dateiversionen versorgt – wann man will, auf einem Rechner nach Wahl. Ein Job, den die Dropbox-App gut und zuverlässig erledigt. Natürlich: Hier und da ließe sich die Anwendung noch aufmotzen. So ist die Darstellung der Dateien verbesserungswürdig, auch die Datei-Verwaltung stünden Zusatzfeatures wie Selective Sync oder eine Lösch-Funktion gut zu Gesicht. Aber alles in allem: Top.

Als Testgerät kam ein HTC Wildfire zum Einsatz. Dropbox ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.

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