Ferienzeit Gerüchtezeit? Scheint so. Zumindest brodelt es zum Ende der Sommerferien bei Androidspin ganz gewaltig in der Gerüchteküche. Die Kollegen haben eine Reihe delikater Hinweise aus Samsung-Kreisen bekommen und berichten unter anderem darüber, dass Samsung sich angeblich Android trennen will.
Ob an der ganzen Sache was dran ist, weiß der Himmel – der Kollege, der die Gerüchte niedergeschrieben hat, ist zumindest selber skeptisch, wollte die News jedoch nicht unter den Tisch fallen lassen und überlässt die Bewertung dieser “Insider-Infos” einfach den Lesern.
Folgendes Informationen erreichten Androidspin via Twitter:
Samsung trennt sich Ende nächsten Jahres von Android und bringt sein eigenes Betriebssystem Bada voran. Dafür spricht die Einstellung von Cyanogen-Chefdenker Steve Kodnik, der sich gut mit Linux auskennt. Die neue Version von Samsung hauseigenem UI Bada wird bada 3 heißen. Bada 3 unterstützt u.a. Multitasking und NFC – und hat keine Anbindung an den Android Market.
Das wäre ein ähnliches Modell, wie es Amazon scheinbar fährt. Das Betriebssystem des angekündigten Amazon-Tablets Kindle beruht laut TechCrunch auf Android, stelle jedoch eine hauseigene Weiterentwicklung dar. Statt des Android Markets binde es zum Beispiel Amazons App Store ein.
Beeinflusst soll diese Entscheidung auch durch Googles Motorola-Kauf worden sein – Samsung hat demnach Bedenken, dass Google Motorola in Zukunft in allen Belangen vorzieht. Aus ähnlichen Gründen (Microsofts Allianz mit Nokia) lässt Samsung angeblich übrigens auch die Entwicklung von Handys für Windows Mobile fallen.
Dazu passt eine andere Meldung von Ende August: Die südkoreanische Regierung bat die beiden heimischen Smartphone-Hersteller LG und Samsung, sich von Android loszusagen und stattdessen zusammen mit anderen koreanischen Firmen ein eigenes Betriebssystem zu entwickeln. Grund: die Sorge, dass Google nach seinem Motorola-Deal andere Hersteller vernachlässigen könnte.
Doch nicht nur im Software-Bereich tut sich was – auch auf der Smartphone-Seite gibt es Gerüchte:
Die Kollegen von Androidspin zeigen ein ominöses Bild eines Smartphone-Prototypen, der intern angeblich auf den Namen “N1″ hört. Erkennen kann man auf dem Bild allerdings, bis auf die Android-Buttons, nicht viel.
Angeblich plant Samsung noch in diesem Jahr den Release von fünf neuen Smartphones mit Qualcomm-Chipsätzen – wenn das stimmt, müssen sich die Samsungianer allerdings ziemlich sputen. Wahrscheinlich handelt es sich hier um die ersten Vorboten der CES 2012.
Eines davon, und das ist das letzte Gerücht, könnte das Galaxy S3 sein. Das Galaxy S2 ist zwar in den USA gerade erst erschienen, doch arbeitet man wohl bereits mit Hochdruck an einem neuen Design für die Galaxy-Serie, das die anhaltenden Patent-Beschwerden von Apple umgehen soll.
Tja, was tun mit diesen “Insider-Infos”? Am Besten ist wohl, sie als das zu nehmen, was sie sind – Gerüchte nämlich, und sie dann abzuspeichern und aufmerksam zu verfolgen, ob und wann sich die nächsten Indizien auftun, die in die eine oder andere Richtung deuten.
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![Ein unbekannter Samsung-Prototyp mit dem Codenamen N1?! [Bild: Androidspin] Ein unbekannter Samsung-Prototyp mit dem Codenamen N1?! [Bild: Androidspin]](http://www.androidapptests.com/wp-content/uploads/2011/09/Samsung-N1-Bild-Androidspin-e1315299850981.jpg)
ROFL, totaler Schwachsinn. Abgesehen davon, dass Samsung mit Android sehr erfolgreich ist, würde Samsung nie Qualcomm-Chipsätze verwenden, die benutzen ihre eigenen.
Kommentar by Christian — 6. September 2011 @ 09:48
Na ja, totaler Schwachsinn ist vielleicht ein bisschen übertrieben.
- Qualcomm-Chipsätze: Warum sollte Samsung die nicht in bestimmten Produkten verwenden. Sie verwenden ja auch NVIDIA Tegra und nicht nur die eigenen Chipsätze.
- Bada ist jetzt schon Linux basiert, obwohl es wohl auch auf einem anderen Kern aufsetzen könnte.
OK. Das Samsung Android einfach von heute auf morgen fallen lässt, dürfte Schwachsinn sein. Warum auch, so lange Sie es gut verkaufen und es eine hohe Nachfrage danach gibt. Die sind ja nicht blöd.
Kommentar by Frank — 6. September 2011 @ 10:21
Die NVIDIA Chips benutzen sie nur, weil sie günstig im Einkauf sind und somit für den Mainstream-Bereich passend sind. Qualcomm-Chipsätze sind aber teurer, da setzt Samsung lieber auf die Eigenentwicklung
Kommentar by Christian — 6. September 2011 @ 10:46
Nach der derzeitigen Entwicklung im Bada-Bereich halte ich das für durchaus realistisch. Für App-Entwickler ist Bada nämlich durchaus interessant. Damit könnte Samsung schon eine Menge erreichen.
Wobei bisher ja nur klar ist, dass Bada kräftig ausgebaut wird. Das dann gleich Android weg kommt, ist eher unwahrscheinlich. Aber eine gute Quelle für ebensolche Gerüchte.
Kommentar by Horst — 6. September 2011 @ 12:53