Google Maps Navigation
| App-Version | Android-Version | App-Größe | Preis | |||
|---|---|---|---|---|---|---|
| 4.2.0 | ab 1.6 | 3,81 MB | Kostenlos |
Anfang Juni 2010 hatte das Warten ein Ende. Nach Monaten voller Querelen und Verhandlungen hat Google seinen Dienst Google Maps Navigation auch für den D-A-CH-Bereich frei geschaltet. Sprich: In Deutschland, Österreich und der Schweiz steht Besitzern von Android-Smartphones ab sofort ein kostenloses Navigationssystem zur Verfügung. Und trotz aller Bedenken am Informationshunger von Google „Datenkrake“ Inc.: Die Applikation funktioniert einfach prächtig. Bis man sie allerdings zum Laufen bekommt, kann ein wenig Zeit vergehen.
Voraussetzungen
Bevor man in den Genuss aller Leistungen und Features von Googles Navi kommt, sind nämlich ein paar Vorbereitungen vonnöten. Nach einem Check der Android-Version - unterstützt wird die Anwendung ab Android 1.6 (Donut) - muss Google Maps über den Android Market aktualisiert werden. Gegenwärtig steht dort Version 4.2 zum Herunterladen bereit.
Mit den Apps „TTS Extended“ (Text-to-speech) und „Sprachsuche“ finden sich zwei weitere wichtige Kompenenten im Android Market. Erstere ermöglicht die Ansage einer Route, nach ihr fragt das System automatisiert während der ersten Routensuche. Anhand der Sprachsuche kann ein Ziel verbal eingegeben werden, das gefährliche Tippen am Steuer entfällt damit. Letzter Schritt: das Anwerfen der GPS-Ortung. Dann kann es losgehen.
Der Start der App ist auf zwei Arten möglich. Zum einen über den Routenplaner von Google Maps: Nach Festlegung des Ziels und der Errechnung der Route, wirft das Programm neben der Option „Auf der Karte anzeigen“ auch die Schaltfläche „Navigieren“ aus. Ein Tap auf sie – und die gesuchte Route wird im Navigationssystem geladen. Aber auch über „Alle Programme“ kann der Zugriff auf die App erfolgen. Nach dem Google-Maps-Update erscheint hier automatisch ein Icon, das direkt zum Startfenster des Navis führt.
Funktionsumfang
Kinkerlitzchen haben sich die Entwickler fast gänzlich gespart. Das Startfenster dient folgerichtig ausschließlich der Zielauswahl. So kann das Ziel sowohl per Stimmerkennung gesucht als auch manuell eingegeben werden. Synchronisiert man seine gespeicherten Kontakte mit Google Maps Navigation, erfordert die Berechnung von Routen zu Freunden oder Kollegen nur wenige Taps. Zudem finden sich die zuletzt angesteuerten Ziele in Listenform im Startfenster.
Die Sprachsuche arbeitete während des Tests einwandfrei, benötigte allerdings deutlich gesprochene Angaben. Die Stichworte „Bonner Straße, Köln“ verarbeitete das Programm problemlos. Nuscheln oder schwere regionale Dialekte verzieh die App dagegen nicht.
Wie von anderen Navigationsgeräten gewohnt, erfolgt die Darstellung der Route über Karten. Angefangen beim Standort, lädt sich die App das im Verlauf der Strecke benötigte Kartenmaterial sukzessive online herunter. Einmal vorhandene Karten stehen jedoch auch offline zur Verfügung, das heißt die Navigation ist auch nach dem Abreißen der Internetverbindung für einige Zeit möglich.
In der Praxis beeindruckte die App mit viel Sensibilität für Richtungsänderungen. Selbst wenn man zu Fuß nur wenige Schritte in die falsche Straße einbog, errechnete die Anwendung binnen kürzester Zeit eine Streckenalternative. Ansagen erfolgten rechtzeitig und verständlich, klangen aber selbstredend nicht wie zärtlich ins Ohr gehaucht, sondern mechanisch und etwas blechern. Ihren Gebrauchswert schmälerte das in keiner Weise. Doch soviel Komfort frisst ordentlich Ressourcen: Schon nach knapp 20 Minuten war die verfügbare Akkuleistung um 20 Prozent gesunken. Für längere Autofahrten ist ein Radio mit USB-Anschluss deshalb offenbar Pflicht.
Weitere Funktionen sind über die Menü-Taste erreichbar. Im Einzelnen stehen folgende Punkte zur Auswahl:
• Suchen
• Routeninformationen
• Ebenen
• Ton aus
• Navigation beenden
• Mehr
Unter Routeninformationen finden sich Angaben zu Distanzen und veranschlagter Zeit, den Straßennummern, eine Karte zum Streckenverlauf und die Option, sich die Strecke klassisch wie im Routenplaner darstellen zu lassen. Außerdem gesellt sich die Anweisung, bei einer Route Autobahnen oder mautpflichtige Straßen auszuschließen oder Umleitungen und Streckenalternativen anzuzeigen, hinzu. Streckenalternativen werden ebenfalls mit Distanz und Zeitprognose ausgegeben.
Interessant ist die Möglichkeit, das Kartenmaterial einer Route mit verschiedenen Ebenen zu versehen. Auf diese Weise lassen sich Parkmöglichkeiten, Tankstellen, Geldautomaten oder Restaurants in Standortnähe recherchieren. Verwendet man zum Beispiel die Ebene „Restaurants“, zeigt die App nahe gelegene Lokale in der Navigationskarte an. Imbissbuden spart sie allerdings aus. Tankstellen, Parkplätze oder Restaurants ließen sich während des Tests leicht ermitteln. In Streik trat die App allerdings bei der Anzeige von Geldautomaten und Bankfilialen.
Bedienbarkeit
Nach leichten Anlaufschwierigkeiten stellte die Bedienung des Navigationssystems kein Problem mehr dar. Im Gegenteil: Wie bei Google üblich, kann man sich auch Maps Navigation zum größten Teil intuitiv erschließen.
Fazit
Hat man die ersten Schwierigkeiten erst einmal überwunden, alle Apps herunter geladen oder aktualisiert, darf der Nutzer sich tatsächlich ein vollwertiges Navigationssystem freuen. Technische Probleme traten während des Tests nicht auf, die Anwendung lief einwandfrei, stabil und zuverlässig. Sieht man von kleinen Macken wie dem hohen Stromverbrauch oder der fehlenden Nuschelunterstützung bei der Sprachsuche ab, ist die App zweifellos ein großer Wurf.
Als Testgerät kam ein HTC Legend zum Einsatz. Die App ist kostenlos und kann über den Smartphone-Browser im Android Market herunter geladen werden.





wollte zuerst navigon, nach einem Test von Maps brauch ich es nicht mehr! Maps reicht super aus, werde es demnächst auf einer langstrecke 1500km testen, dann sag ich obs iwkrlich taugt! Aber Grundfunktionen super, stimme könnte was wärmer sein, nervt schnell!
Handling Stop! Routing Gut…
Ich habs auch bereits getestet und finde es an und für sich gut.
Auch ich habe die Maps Version getestet und bin und ganz zufrieden. Einziger Nachteil die Stimme und Aussprache, aber, das Programm ist umsonst und daher sollte man über diesen kleinen Nachteil hinwegsehen.
Alles andere funktioniert prächtig und kann locker mit den Bezahl Navi Programmen mithalten.
wieviel MB (oder gar GB???) frisst das ständige Kartendownladen eigentlich ? Ich mein… selbst ne Superflat schaltet nach ein paar GB die Geschwindigkeit runter…
Um an die Frage meines Vorgängers anzuknüpfen:
Kann das Kartenmaterial vorgängig heruntergeladen und auf dem Gerät installiert werden? Wenn ich da mal eine Reise quer durch Europa mache wird da wohl einiges an Kosten generieren, die evtl noch höher als ein dediziertes Navi sein können.
Fallen Kosten an bei der Benutzung von "Google Maps Navigation" oder ist GPS generell kostenlos (außer die Apps die dafür beötigt werden…)
Fuer die Benutzung fallen keine Kosten an, sofern Du eine Daten-Flatrate hast. Ansonsten kostet es je nach Datentarif Geld, weil permanent Kartendaten nachgeladen werden muessen. GPS ansich ist vollkommen kostenlos.
Also wäre es besser sich Kartenmaterial wie z.B. von Navigon zu kaufen und so das Handy als GPS Navigationsgerät zu nutzen. Da ja GPS an sich kostenlos ist und keine Datenkosten anfallen weil keine weiteren Kartendaten nachgeladen werden müssen. Welches "Kartenpacket" (von welcher Firma) könnt Ihr empfehlen?
Top Dienst! Habs jetzt bei ner Tour nach Österreich ausprobiert, außer im Tunnel immer super navigation.
man braucht kein radio mit usb, es gibt usb-strom adapter auch für den zigarettenanzünder…