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Google redefiniert Open Source: Honeycomb-Quellcode bleibt vorerst geheim

Am: 25. März 2011 um: 10:06 von: Johannes Wallat

Google macht zu: Nachdem sich das Unternehmen immer mit der Offenheit seines Handy-Betriebssystems Android von der Konkurrenz abgesetzt hatte, vollführt der Suchmaschinen-Gigant jetzt eine 180-Grad-Wende.

Gestern kam bereits die Nachricht, dass Google den Herstellern offenbar untersagt hat, das für Tablets optimierte Android 3.0 (Honeycomb) mit einer eigenen Benutzeroberfläche zu überziehen. Jetzt macht Google den nächsten Schritt: Das Unternehmen hat erklärt, den Quellcode von Android 3.0 (zumindest vorerst) nicht für freie Entwickler freigeben zu wollen.

Bisher hatte Google stets nach einer gewissen Zeit den Quellcode der einzelnen Android-Versionen öffentlich zur Verfügung gestellt – ein Fest für Bastler und Tüftler, die sich mit großem Eifer der Portierung des Systems auf andere Geräte widmeten. Mit Googles Tablet-OS Honeycomb soll das vorerst nicht passieren.

Die offizielle Erklärung für diesen Schritt lautet, dass Honeycomb noch nicht “bereit” dafür sei, von externen Programmierern verändert und auf andere Geräte, zum Beispiel Telefone, portiert zu werden. Wenn jetzt Entwickler das OS auf Handys portieren würden, so Google-Vize Andy Rubin, könnte das ein “really bad user experience” zur Folge haben. “We have no idea if it will even work on phones.”

Ob die Sorge um das schlechte “User experience” wirklich der Grund für Googles Hinhalte-Taktik ist, ist fraglich, aber möglich: Schlecht oder gar nicht funktionierende Software wäre ein gefundenes Fressen für die Konkurrenz. Also soll der Release von Honeycomb kontrolliert und geordnet über die Bühne gehen.

Den Honeycomb-Quellcode könnte es erst dann geben, wenn die nächste Android-Version “Ice Cream” fertig ist. Wann das soweit ist, behielt Rubin für sich.

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[via BusinessWeek]

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