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In ein Branchenbuch schauen die wenigsten öfter als anderthalb Mal im Jahr – und die meisten davon wahrscheinlich aus Langeweile. Doch wenn der Rechner tatsächlich den Geist aufgibt, es oben von der Decke tropft oder etwas Feineres gefragt ist als die gemütlich angeschmuddelte Kneipe um die Ecke, kann es zum wertvollen Freund und Helfer werden. Viele stören sich jedoch an dem dicken Papierziegel, der 364 Tage im Jahr nutzlos herumliegt.
Praktischer sind Online-Lösungen wie GoYellow. Der Nachschlagedienst bietet Zugriff auf 34 Millionen Einträge aus Branchen- und Telefonbuch – und hat unlängst eine ziemlich brauchbare Android-App auf den Markt gebracht.
Funktionsumfang
Auf dem hellgelb hinterlegten Homescreen herrscht angenehm aufgeräumte Ordnung. Drei Eingabefelder bestimmen dabei den oberen Teil der Anzeige. Das oberste bietet die Möglichkeit zur Recherche anhand von Namen, Branche oder Telefonnummern. Nach Eingabe der ersten Buchstaben hilft die App dabei mit Vorschlägen aus und unterbreitet sie in Form eines Drop-down-Menüs.
In den beiden unteren Feldern können Adressdaten eingetragen werden. Ein Tap auf den blauen Button mit Lupensymbol setzt dann die Suche in Gang. Unterhalb der Eingabemaske finden sich vier weitere Buttons, die die Schnellsuche nach nah gelegenen Geldautomaten, Tankstellen, Restaurants und Notapotheken ermöglichen. Um diese Funktion zu nutzen, muss allerdings die automatische Orterkennung aktiviert sein.
Stadtplan- und Satellitenansicht
Die Ergebnisliste bereitet die Anwendung ähnlich übersichtlich auf. Jeder Eintrag beinhaltet zunächst den Namen und die Adresse eines Unternehmens. Verfügt es über eine Homepage, wirft GoYellow zusätzlich eine kleine Ansicht der jeweiligen Startseite mit aus. Eine detaillierte Darstellung verrät dem Nutzer dann weitere Kontaktdaten wie Telefonnummer und Webadresse. Zu ihr gelangt man nach einem Tap auf das fragliche Suchergebnis. Hier steht außerdem eine Stadtplan- oder Satellitenansicht zur Verfügung.
Die App erlaubt es zudem, eine Favoritenliste anzulegen. Um der Liste einen Eintrag hinzuzufügen, genügt es, den Finger einen Moment auf ihm ruhen zu lassen. Es erscheint dann ein Pop-up-Fenster, mittels dessen die Speicherung bestätigt werden kann.
Volle Funktionalität mit GPS-Ortung
Seine volle Funktionalität entfaltet die App allerdings erst mit GPS-Ortung. Neben den bereits erwähnten Schnellzugriffstasten führt der Menüpunkt „In der Nähe“ zu einer umfangreichen Aufstellung oft nachgefragter Branchen. Ein Tap, und das Programm recherchiert die nächstgelegenen Vertreter des gewählten Fachgebietes.
• Bars und Kneipen
• Blumenläden
• Discos und Clubs
• Geldautomaten
• Haltestellen
• Lebensmittel
• Notapotheken
• Restaurants und Gaststätten
• Tankstellen
• Übernachtung
Einen Anspruch auf Vollständigkeit erhebt GoYellow aber offensichtlich nicht. So fällt schon beim ersten oberflächlichen Gebrauch auf, dass in den GoYellow-Datenbanken manchmal Firmen fehlen. Einzelne Diskotheken und Bars existierten entweder nicht mehr oder hatten längst den Namen gewechselt. Auch wenn 34 Millionen Einträge eine Menge Holz sind: Funktionalität ist das eine, Aktualität und Lückenlosigkeit das andere. Hier muss dringend nachgebessert werden.
Bedienbarkeit
Wer suchet der findet, zumindest, wenn er bei seiner Suche GoYellow rekrutiert. Der Einstieg in die App geht locker und intuitiv von der Hand. Kein Wunder: Der Homescreen bietet kaum andere Grundfunktionen als die Web-Präsenz des Dienstleisters.
Fazit
Vor allem weiß der schlichte und zweckmäßige Aufbau der Anwendung zu gefallen. Leider trübten mangelnde Aktualität und fehlende Einträge den guten Eindruck, den die GoYellow-App während des Tests hinterließ. Doch wie gesagt: Auf Vollständigkeit ist sie nicht angelegt, sondern als Hinweisgeber für ratlose Menschen, die innerhalb eines bestimmten Berufsfeldes einen Fachmann suchen. Und den liefert GoYellow in wenigen Sekunden.
Als Testgerät kam ein HTC Legend zum Einsatz. GoYellow ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.
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echt schönes Design!
Kommentar by Gordon — 18. August 2010 @ 13:06