Ein kleiner Satz ist es nur – in einer DigiTimes-Meldung, in der es eigentlich um HTCs Gingerbread-Tablet Flyer geht. Angeblich plant HTC Mitte 2011 die Veröffentlichung von zwei weiteren Tablets, dieses Mal mit Android 3.0 (Honeycomb). Weitere Informationen sind allerdings bislang Mangelware.
Unwahrscheinlich erscheint das nicht. Allein für das HTC Flyer gingen bei HTC bislang über eine Million Vorbestellungen ein. Nicht schlecht für ein Tablet, das weder über die Dualcore-CPU der Konkurrenz, noch über die aktuellste Version des auf ihm laufenden Betriebssystems verfügt. Die Auslieferung des Siebenzöllers mit Android 2.3 soll in den USA ab Ende März oder Anfang April beginnen. Zunächst werden dem Bericht zufolge aber offenbar nur geringe Stückzahlen zu haben sein.

Es liegt die Vermutung nahe, dass HTC mit den neuen Geräten auch andere Screen-Größen abdecken möchte. Samsung ist da mit den frisch vorgestellten Galaxy Tab-Modellen mit 8,9 bzw. 10.1 Zoll bekanntlich schon einmal vorgegangen.
Allerdings fällt die Meldung auch zusammen mit einigen Klagen der Hersteller über die mangelnde technische Ausgereiftheit von Android 3.0, zumal Google derzeit den Fokus auf die Chrome OS-Entwicklung richtet. Die Honeycomb-Bedienoberfläche gilt als verwirrend und wenig intuitiv, die Software selbst als ziemlich instabil. Zudem gibt es im Android Market noch nicht viele Apps, die Tablet PCs unterstützen.
Um mit Honeycomb keinen PR-Reinfall zu erleben, griff Google deswegen zu drastischen Maßnahmen. Zum einen verbot der Suchmaschinenriese den Herstellern Modifikationen der nativen Android-Bedienoberfläche, zum anderen gab er bekannt, den Honeycomb-Code vorerst nicht für freie Entwickler veröffentlichen zu wollen. Der Schritt ist deswegen so bemerkenswert, weil der Konzern damit eines der wesentlichen Trademarks von Android kassiert: eine freie Plattform zu sein.
[via DigiTimes, businessweek]
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Kommentar by Kiona — 2. Mai 2011 @ 18:48