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Neue Version der Facebook-App fordert Zugriff auf SMS-Funktion

Am: 28. Juni 2011 um: 09:20 von: Johannes Wallat

Facebook, die Nutzungsrechte und der Datenschutz – ein ewiger Konflikt zwischen Usern und Anbietern, der mit dem Update der Facebook-App für Android auf Version 1.6 wieder neuen Zündstoff bekommen hat.

Grund für die Aufregung, vor allem unter deutschen Facebook-Usern: Mit dem Update auf Version 1.6 fordert Facebook von Nutzern seiner Android-App weitreichende Zugansberechtigungen, die kaum jemandem so richtig einleuchten wollen.

So erklärt sich jeder Nutzer mit dem Update seiner App damit einverstanden, dass die Anwendung kompletten Zugriff auf die SMS-und MMS-Funktion bekommt. Das heißt nicht nur, dass die App theoretisch alle bereits gespeicherten und alle neu eintreffenden Nachrichten lesen kann. Darüber hinaus ermöglicht die Zustimmung zu diesen Nutzungsbedingungen der App auch, SMS und MMS zu bearbeiten, zu löschen und quasi selbstständig zu verschicken.

Facebook Zugriffsrechte [Screenshot via Android Market]

Der Ärger der User ist verständlich: Warum die App mit dem Update Zugriff auf diese Funktion braucht, leuchtet nicht ein. Für die herkömmliche Nutzung von Facebook ist das nicht nötig, und auch die versprochenen Updates – verbesserte Seitenansicht, optimierter Newsfeed und die Möglichkeit, vom Smartphone aus Videos hochzuladen – können diesen Schritt nicht erklären.

Dementsprechend laut ist der Protest, den die User in den Kommentaren im Android Market artikulieren, frei nach dem Motto: “SMS-Zugriff? Ich glaub, mein Schwein pfeift!”

Stellt sich also die Frage, ob man das Update installieren sollte, insbesondere, weil die Verbesserungen nur marginal sind. Facebook kann man schließlich auch ohne App nutzen – die mobile Seitenansicht tut’s auch. Und alternative Dienste wie das ebenfalls kostenlose Friendcaster gibt’s ja auch noch.

[via t3n; Screenshot via Android Market]

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