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Motorola Xoom: Nachfrage gering, Käufer unzufrieden, Benchmark-Test demütigend

Am: 15. März 2011 um: 12:51 von: Johannes Wallat

Katerstimmung bei Motorola: Um das Honeycomb-Tablet Xoom wurde viel Wirbel gemacht, aber nach dem ganzen Brimborium rund um den Launch des viel versprechenden Honeycomb-Flaggschiffs sind User-Feedback und Verkaufszahlen ernüchternd.

Die Nachfrage nach dem Tablet ist bisher anscheinend nicht so groß wie erhofft. Liegt’s am Preis? Rund 800 Dollar müssen die Kunden in den USA immerhin für ein Xoom ohne Vertragsbindung auf den Tisch legen, 600 Dollar kostet das Tablet bei Verizon mit einem Zweijahresvertrag. Das ist ganz schön happig, aber das Problem liegt nicht (nur) im Preis. Vielmehr scheint auch das vielgepriesene und heiß ersehnte Honeycomb bei den Kunden nicht anzukommen: Die neueste Android-Version wird als verwirrend und unübersichtlich wahrgenommen, außerdem ist die Android-Honigwabe recht anfällig für Bugs.

Schwachstellen: Honeycomb und Akku
Problematisch sind laut Global Euqities-Analyst Trip Chowdry vor allem folgende Punkte: Honeycomb hängt sich bei Apps oft auf oder stürzt gleich ganz ab; die Akkulaufzeit schwankt willkürlich zwischen zwei und sechs Stunden, außerdem ist die Stand-by-Zeit mit 10-12 Stunden äußerst knapp bemessen (das iPad von Apple hält angeblich 30 Tage). Dazu kommen enttäuschte User-Kommentare, die Honeycomb nicht “natürlich” finden und sich an den Umgang mit der UI nur schwer gewöhnen können.

Scheint, als sei Googles offene Beta-Strategie, die bei Gratis-Services wie Google Voice oder Google Maps gut funktioniert, beim ziemlich teuren Xoom ein Schuss in den Ofen. Apple hatte da mit seiner ausgezeichneten Software und der etwas moderateren Preisgestaltung beim iPad 2 wohl die bessere Strategie – das Tablet war nach dem Marktstart am Freitagabend in den USA bereits gestern ausverkauft.

Demütigung im GPU-Benchmark
Und als wäre das noch nicht genug, wird Motorola auch in den GPU-Benchmarks vom Apple-Konkurrenten ziemlich gedemütigt. Die Hardware-Analysten von AnandTech haben die Grafik-Performance des Xoom in drei Tests mit dem iPad 1 und dem iPad 2 verglichen und festgestellt: In allen Tests belegt das iPad 2 mit großem Abstand den ersten Platz und lässt Motorolas Xoom in einer Staubwolke zurück.

Das Xoom-Update auf Version HRI66 soll zwar neben der Flash-Kompatibilität auch eine Verbesserung der Quadrant Benchmarks auf 2283 Punkte ergeben haben, aber ob das reicht, um gegen das iPad 2 wieder an Boden zu gewinnen, bleibt abzuwarten.

Ab 25. März ist das iPad 2 laut Apple.com in Deutschland zu haben, das Xoom soll im April kommen.

Motorola Xoom

[via eweek, AnandTech, androidcentral]

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