Pandora Radio gehört zu den beliebtesten Apps im Android Market. Über zehn Millionen Downloads sprechen eine deutliche Sprache – und das, obwohl die Anwendung noch nicht weltweit zu haben ist. Nun geriet die App in die Kritik, weil sie offenbar viele persönliche Daten über ihre Nutzer sammelt, die Pandora an Werbeunternehmen weiterverkauft.
Die US-amerikanische Sicherheitsfirma Veracode will herausgefunden haben, dass Pandora über seine Android-App gesammelte User-Daten wie Geburtstage, Geschlecht, Postleitzahlen, Android ID und GPS-Informationen an Werbeunternehmen verkauft hat. In Deutschland lässt sich der Dienst nicht nutzen. Anscheinend ist Pandora aber nicht das einzige schwarze Schaf auf diesem sensiblen Gebiet: Laut Ars Technica untersucht die Staatsanwaltschaft derzeit ähnlich gelagerte Vorwürfe gegen mehrere Firmen, die mobile Apps anbieten.
Pandora Radio bietet den Usern eine auf deren persönlichen Musikgeschmack abgestimmte Musikauswahl. Gibt man einen Künstler ein, spielt die App ausschließlich Musik ab, die demselben Stil zuzurechnen ist. Laut eines Statements von Pandora brauche man die User-Daten, um personalisierte Musik-Streams anbieten zu können. Wie Veracode behauptet, nutzt das Unternehmen diese Daten aber nicht nur für sich selber, sondern gibt sie stattdessen auch bereitwillig zu Werbezwecken an Dritte weiter, die damit dann PR- und Anzeigen-Schindluder treiben können.
Das ist natürlich verboten, aber hochlukrativ für die Unternehmen – und gleichzeitig von User-Seite höchst bedenklich. Warum, das erklärt Veracode folgendermaßen:
“[Y]our personal information is being transmitted to advertising agencies in mass quantities. In isolation some of this data is uninteresting, but when compiled into a single unifying picture, it can provide significant insight into a person’s life… When all that is placed into a single basket, it’s pretty easy to determine who someone is, what they do for a living, who they associate with, and any number of other traits about them. I don’t know about you, but that feels a little Orwellian to me.”
Damit ist eigentlich alles gesagt.

[via Arstechnica]
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