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Post Mobil (Version 1.2)

Am: 30. September 2010 um: 07:41 von: Johannes Giese
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4 von 5 Sternen
App-Version 1.2
App-Größe 706 KB
Preis kostenlos

Für große Firmen und Institutionen gehört es mittlerweile zum guten Ton, Smartphone-Apps in  ihrem Serviceportfolio zu haben. Auch der gelbe Riese aus Bonn lässt sich nicht lange bitten und zeigt mit Post mobil: Er ist im digitalen Zeitalter angekommen.Im Test jedenfalls überrascht die App mit einer angenehmen Funktionsvielfalt irgendwo zwischen den Polen überflüssig, praktisch und konkurrenzlos.

Funktionsumfang

Post mobil steckt voller Funktionen, die man normalerweise nicht braucht, aber im Fall des Falles extrem nützlich sein können. So liefert die eine Übersichtskarte mit Filialen und Briefkästen in der Umgebung: Den Briefkasten vor der eigenen Haustür werden die meisten wohl finden. Aber das Wissen, ob auf der Strecke von der Arbeit zum Sport noch ein weiterer Kasten auf dem Weg liegt, spart Stress, Zeit und Umwege. Außerdem können die Briefkästen auch danach gefiltert werden, ob noch am selben Tag eine Leerung stattfindet. Sehr geschickt.

Neben eher unspektakulären Funktionen wie der Postleitzahlen-Suche und einer Preistabelle steht auch die DHL-Sendungsverfolgung zur Verfügung. Besonders Ungeduldige wissen dann schon auf dem Weg nach Hause Bescheid, ob der Nachbar das Paket angenommen hat.

Dass sich die Entwickler über die möglichen Einsatzfelder einer Post-App ordentlich den Kopf zerbrochen haben, beweist die Funktion Handyporto. Sie kommt nämlich ins Spiel, wenn Papier und Umschlag, aber keine Briefmarken zur Hand sind. Per SMS erhält man einen 12-stelligen Zahlencode, der anstelle der Briefmarke auf den Umschlag geschrieben wird und genauso funktioniert. Der Haken: Statt 55 Cent für einen Brief kostet das Handyporto happige 95 Cent. Die Bezahlung erfolgt über die Telefonrechnung.

Im Schreibcenter werden Briefe digital am Handy erstellt, an die Post übermittelt, ausgedruckt und verschickt, ohne dass man einen Fuß auf die Straße setzen müsste. Aber auch hier sind die Preise gesalzen: Für eine schwarz-weisse Seite inklusive Porto berappt man € 1,89. Sollten sich die Preise in Zukunft normalisieren, könnten diese Services die Klebe-Briefmarke bald komplett ersetzen.

Bedienbarkeit

Post mobil kommt sehr übersichtlich daher, alle Funktionen sind direkt vom Startbildschirm aus erreichbar. Den Kartendienst übernimmt Google Maps. Das typisch gelbe Design erinnert sofort an die gute, alte Post. Dennoch wirkt die Anwendung modern und zeitgemäß. Bedienung und Reaktionszeiten geben keinen Grund zu Meckern, alles funktioniert prima.

Nur die Schreibcenter-Funktion wurde leider nicht in die App integriert, sondern verlinkt lediglich auf die handyfreundliche Website. Das trübt den ansonsten tadellosen Eindruck etwas. Aber nur etwas.

Fazit

Neben den nützlichen, aber weniger spektakulären Funktionen zeigt Post mobil Sinn für Innovation und bietet mit dem Handyporto echten Mehrwert. Leider sind die Preise für das Porto und das Schreibcenter ziemlich heftig. Insgesamt aber eine sehr empfehlenswerte App.

Als Testgerät kam ein HTC Desire (Android 2.2) zum Einsatz. Post mobil ist kostenlos im Android Market erhältlich.

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