|
QR Code zum Download Und so gehts » |
|
Wer öfter mal mit dem Auto in fremden Gefilden unterwegs ist, kennt das: Blitzer sind immer genau da installiert, wo man sie nicht erwartet. Wenn man doch bloß wüsste, wo die Dinger stehen! Radardroid für Android schafft da Abhilfe. Die Idee der App ist einfach: Über GPS ortet sie zunächst die Position. Sobald sich das Fahrzeug dann einem in der Datenbank gespeicherten Blitzer nähert, warnt sie den Fahrer. Das tut sie tatsächlich – und zwar nervenaufreibend oft.
Konkurrenz
Neben Radardroid finden sich im Android Market noch weitere Blitzer-Warn-Apps, wie zum Beispiel RadAlert oder Trapster. Außerdem verfügen auch einige Navigationsprogramme über solche Funktionen. Unterschiede bestehen jedoch hauptsächlich in der grafischen Umsetzung, denn Standorte und Geschwindigkeitslimits der Blitzer beziehen die meisten Programme aus Datenbanken von der Website www.speedcamerapoi.com, auf der Blitzer-Infos für viele Länder kostenlos zur Verfügung stehen. Die Datenbank für Deutschland umfasst zurzeit ca. 18000 Radarfallen.
Funktionsumfang
Beim ersten Start von Radardroid müssen zunächst einige Grundeinstellungen (Sprache, Geschwindigkeitseinheit, etc.) festgelegt und die entsprechende Datenbank geladen (die deutsche benötigt mit WLAN ca. eine halbe Stunde) werden. Danach ist das Programm einsatzbereit.
Auf einer Kartenansicht zeigt die App die eigene Position und die von Radarfallen im Umfeld an, übergeordnet ein Fenster mit der aktuellen Geschwindigkeit. Das Kartenmaterial bezieht sie über Google Maps. Sobald sich das Fahrzeug nun auf einen Blitzer zu bewegt, erscheint ein Fenster, welches über die Entfernung zum Blitzgerät sowie die aktuelle und die erlaubte Geschwindigkeit informiert. Zusätzlich sagt eine Stimme die Höchstgeschwindigkeit noch einmal an. Liegt die aktuelle Geschwindigkeit über der erlaubten, ertönt sekündlich ein trötender Warnton.
Die kostenpflichtige Pro-Version von Radardroid bietet neben Werbefreiheit auch die Möglichkeit, die App im Hintergrund laufen zu lassen, so dass sie nur im Bedarfsfall erscheint. Außerdem können die heruntergeladenen Daten modifiziert und mehrere Datenbanken gleichzeitig aktiviert werden.
Usability
Hin und wieder schlug Radardroid während des Tests wegen Blitzern Alarm, die nicht entlang der gerade benutzten Trasse standen, sondern irgendwo im Umkreis. So warnte das Programm auf einer Tempo100-Straße plötzlich vor einem Tempo30-Blitzer, der an einer Parallelstraße aufgestellt war. Dasselbe passierte, wenn sich der Blitzer auf der Gegenfahrbahn befand.
Diese Mängel sind genau genommen natürlich nicht Radardroid anzulasten, sondern der verwendeten Datenbank. Die Standorte der Blitzer sind als Geo-Koordinaten gespeichert und können deswegen nicht immer einer Straße bzw. Straßenseite zugeordnet werden. Trotzdem sind die ständigen Falschmeldungen sehr nervenaufreibend.
Als zusätzliches Ärgernis erweist sich die sekündliche Geschwindigkeitswarnung. Kommt ein Blitzer in die Nähe, ertönt sie selbst bei minimalster Überschreitung der Höchstgeschwindigkeit. Bezüglich der Benachrichtigungen bietet Radardroid zudem keinerlei Einstellungsmöglichkeiten. Ergo wird man geradezu bombardiert mit unnützen Warnungen, die einen selbst gar nicht betreffen.
Fazit
Radardroid warnt vor Blitzern. Punkt. Durch die zahlreichen Falschmeldungen und unnötige Alarme kostet das Programm aber unnötige Nerven und stört deshalb mehr, als es hilft. Besser nach Alternativen umsehen.
Als Testgerät kam ein HTC Desire (Android 2.2) zum Einsatz. Radardroid Pro steht für 4,99,- € im Android-Market zum Herunterladen bereit. Radardroid Lite ist kostenlos.
| Tweet |


