Rezepte

Am 06. April 2010 von Hannes Wirtz
App-Version Android-Version App-Größe Preis
1.0.1 1.5 420 KB € 2,37

Mamas Rezeptbuch war gestern? Zumindest, wenn man der App von Alexander Blach Glauben schenkt. Zugegeben, mit 7.000 unterschiedlichen Rezepten und 2.000 Zutaten hätte sich die Arme wohl die Finger wund geschrieben – und handlich wäre ein solches Mammutwerk auch nicht geworden!

Nun also eine App, die sich ganz unprätentiös „Rezepte“ nennt – und ihrem Namen alle Ehre macht. Dabei ist es egal, ob der Magen nach einem einfachen Rührei oder dem aufwendigen Braten giert, ob der User Karnivor oder Vegetarier seid: Für jeden Geschmack hat Blach’s Rezepte-App die richtigen Zutaten parat. Also, lasset das Kochen beginnen!

Funktionsumfang

Wozu ein Rezeptbuch im Allgemeinen nützlich ist, muss an dieser Stelle wohl nicht weiter erläutert werden. Blachs App bietet eben dieses Standardrepertoire, das in keinem Kochbuch fehlen sollte: Personenzahl (leider nicht variabel), Zubereitungsdauer, Schwierigkeitsgrad des Gerichts, Zutaten – und freilich die eigentliche Schritt-für-Schritt-Kochanleitung. Die Rezepte selbst stammen von Rezeptewiki.org und sind – sofoern verfügbar – bebildert. Praktische: Nicht nur die Rezepte selbst, sondern auch die Zutaten sind miteinander verlinkt.

Apropos Zutaten. Insbesondere Singleköche dürften sich über die Suchfunktion nach Ingredienzien freuen. Die Eier müssen weg? Die Milch hat selbst ihre Längerfrische längst überschritten? Einfach eine Zutat eingeben, und die App zeigt euch, was ihr noch Leckeres damit anstellen könnt. Leider fehlt bislang noch eine Möglichkeit, sich aus mehreren Restzutaten gleich ein eigenständiges Menü vorschlagen zu lassen.

Usability

Hier kann die App mit einem sehr übersichtlichen Aufbau punkten. Über den Hauptscreen gelangt man direkt zu den wichtigsten Menüpunkten („Kategorien“, „Suche“, Lesezeichen“ und „Info“). Die Einteilung in über 50 (!) unterschiedliche Kategorien mag auf den ersten Blick überbordend wirken, stellt sich aber doch als ungemein hilfreich heraus. Vor allem, wenn man sich über die genaue Menüwahl noch nicht sicher ist, aber die ungefähre Richtung im Kopf hat.

Eine mindestens 150 MB große SD-Karte sollte man allerdings ebenso zur Hand haben wie ein kostenfreie DSL-Verbindung. Denn bevor munter drauflos gekocht werden kann, muss erst noch die immerhin rund 50 MB große Datenbank vom Server geladen werden, die erst auf dem Gerät ihre volle 100MB-Größe entfaltet. Ist dieser Anfangsaufwand erledigt,  zeigt sich die App brav offline-freundlich. Zusätzliche Mobilfunkkosten, insbesondere im Auslandsurlaub werden praktischerweise vermieden.

Fazit

Wer häufig unterwegs ist, gerne bei Freunden kocht oder seinen Partner in ihrer/seiner Küche mit einem leckeren Mal überraschen möchte, kann mit dieser App eigentlich nichts falsch machen.

Ein strukturelles Manko kann das Handy-Kochbuch allerdings nicht beheben. Zugegeben, es stört deutlich weniger in der Küche als ein ausgewachsener Laptop. Aber – Rezepte braucht man bei der Hand… und wer legt sein teures Mobilfunkgerät schon dorthin, wo das Fett spritzt und die Gemüsesäfte fließen?

So empfiehlt sich für den Hausgebrauch weiterhin die klassische Rezepte-aus-dem-Internet-ausdrucken-Variante. Wenn’s dann mal etwas kleckert, ist halt nur das Papier beschmiert – und nicht gleich das teure Handy. Weitere Infos zur App auf rezepte-app.de

Preis: € 1,99 (inkl. MwSt. innerh. der EU)


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