Wer regelmäßig unsere Android-News liest, könnte meinen, die Welt drehe sich ausschließlich um Smartphones. Dabei vergisst man leicht: Der größte Teil der weltweiten Handy-Nutzer hat noch gar kein Smartphone. Eine Studie von VisionMobile zeigt die Verteilung von Smartphones und Featurephones, gerne auch bekannt als Dumbphones.
Jeden Tag besuchen abertausende Leser die Android-Blogs dieser Welt, um sich auf den neuesten Stand in Sachen Smartphones und Tablets zu bringen. Die Hersteller bedienen den Durst nach News und den Hunger auf neue, immer noch dünnere und schnellere Devices im Wochentakt mit neuen Geräten und OS-Versionen.
Manchmal weiß man vor lauter Android-News gar nicht, wo einem der Kopf steht – dabei vergisst man schnell: Die Smartphone-User sind weltweit noch deutlich in der Unterzahl. Nur 27 Prozent der Handynutzer weltweit haben überhaupt ein Smartphone, der Rest nutzt noch die guten alten Handys, mit denen man nicht viel mehr als telefonieren und simsen kann.
Die Studie von VisionMobile, auf die die Kollegen von TechCrunch hinweisen, illustriert das anschaulich: Nur ein Viertel des großen Verteilungs-Kreises ist für die Smartphones aufgehoben – der Rest wird von den grauen ollen Handys dominiert. Der Löwenanteil geht hier an Nokia: Das Unternehmen spielt im Smartphone-Business keine große Rolle, kommt bei den Feature Phones aber nach wie vor auf 20 Prozent Marktanteil.
Wenig überraschend ist die Verteilung der Gebiete mit der höchsten Smartphone-Dichte: In Nordamerika kommen die schlauen Telefone auf einen Marktanteil von 63 Prozent, in Europa immerhin noch auf 51 Prozent. Die Region Asien/Pazifik kommt nur auf 19 Prozent, Afrika und der mittlere Osten liegen bei 18 Prozent, Lateinamerika bei nur 17 Prozent.
In Sachen Betriebssystem liegen natürlich Android und iOS klar vorne. Die Studie macht aber deutlich, dass es trotz der harten Fronten zwischen den beiden Plattformen keinen Gewinner geben wird, da beide längst einen so großen Kundenstamm haben, dass das Nebeneinander zwangsläufig weitergehen muss.
Interessant ist auch der Zusammenhang zwischen verfügbaren Apps und der Zahl der verkauften Geräte. Android und Apple haben beide einen Punkt erreicht, an dem das Wachstum exponentiell in die Höhe geht. Die anderen Plattformen können diesen Effekt nicht nutzen.
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