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Studie: 400 Prozent mehr Android-Malware als vor einem Jahr

Am: 11. Mai 2011 um: 16:01 von: Johannes Wallat

Malware ist auf dem Vormarsch – Facebook wird verseucht von dubiosen Würmern und Spyware-Programmen, die sich als Videolinks und dergleichen tarnen, und auch das Android-Universum sieht sich immer größeren Bedrohungen ausgesetzt. Laut einer Studie von Juniper Networks hat die Anzahl von Android-Malware in einem Jahr um 400 Prozent zugenommen.

Seit Sommer 2010 soll die Anzahl an Malware für Android-Betreibssysteme derart hoch angestiegen sein, dass man mittlerweile von einem echten Sicherheitsproblem reden kann. Sagt zumindest Juniper Networks, das seinen Kunden u.a. auch Sicherheitslösungen für Netzwerke anbietet.

Am besten verbreitet sich die Malware laut Studie – suprise, surprise – über den Download von Apps. Und da im Android Market so gut wie keine Kontrolle herrscht, was die eingestellen Apps angeht, können sich schädliche Apps hier so richtig schön einnisten. Schreit nach einer Antivirus-App, aber die meisten User scheuen den Download einer solchen App. Warum eigentlich? Schließlich hat so gut wie jeder ein Antiviren-Programm auf dem heimischen Rechner, und Smartphones stehen den Heimcomputern, was Umfang und Sensibilität der Daten angeht, kaum noch nach.

Wenn die Sicherheitsprobleme allerdings größer werden und mehr User direkt davon betroffen sind, dürfte das aber auch wieder die Diskussion um eine Regulierung des Android Market anfachen – ähnlich wie im iOS-App Store von Apple, wo es eine sehr strenge Regulierung gibt und jede App erst geprüft wird, bevor sie zum Download freigegeben wird.

Besondere Gefahr geht laut der Meldung von Trojanern aus, die via SMS verschickt werden. 17 Prozent aller gemeldeten Virus-Infektionen waren böshafte SMS-Trojaner, die zum Beispiel am laufenden Band Nachrichten an teure Premium-Nummern verschicken und damit die Handy-Rechnung der unglücklichen Besitzer in astronomische Höhen treiben.

Außerdem sind Smartphone-User laut Juniper auch zunehmend durch Attacken über WLAN-Netze bedroht. Trotzdem: Bei aller Panikmache erscheint das Ausmaß der tatsächlich Betroffenen doch eher gering. Und bei Smartphones gilt schließlich dasselbe wie beim Surfen im Netz: Wer nicht gedankenlos alles anklickt und runterlädt und bestätigt was ihm unter die Nase gehalten wird und zudem vorsichtig mit sensiblen Daten umgeht, dürfte vor dem Schlimmsten gefeit sein.

[via Juniper Networks, MobileCrunch]

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