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Was die Kreiszahl Pi in der Mathematik, ist die 140 in der Welt des Mikrobloggens: eine Konstante. Schlappe 140 Zeichen gestattet Twitter dem User, um eine Nachricht auf den Punkt zu bringen. Und auch darüber hinaus bietet ihm das Netzwerk wenig: So lassen sich die Tweets weder durchsuchen noch kategorisieren, von den Followern ganz zu schweigen. Tweetdeck schloss diese Lücke – zunächst auf dem Desktop, dann auf dem iPhone.
Jetzt steht die beta-Version der App für Android-Handys zum Download bereit. Und siehe da: Zumindest die praktische Spaltenaufteilung der Anwendung hat es wohlbehalten ins Android-Universum geschafft.
Funktionsumfang
Keineswegs konzentriert sich die App allerdings ausschließlich auf Twitter. Direkt nach dem Start bietet sie zusätzlich die Einrichtung von Benutzerkonten für Facebook, Google Buzz und Foursquare an. Offenbar möchte sich Tweetdeck langfristig als umfassendes Netzwerkportal etablieren. Mal sehen, ob sich in den alpha-Versionen noch weitere Netzwerke hinzugesellen.
Spaltenwechsel per Fingerwisch
Vor allem die Frage, wie das mehrspaltige Tweetdeck-Prinzip umgesetzt werden würde, erhitzte die Gemüter. Das Ergebnis ist einfach, übersichtlich und überzeugend: Auch die App kommt mit mehreren Spalten daher, zwischen denen per Fingerwisch gewechselt werden kann.
Die erste Spalte bildet gleichzeitig den Homescreen. Sie beinhaltet die Posts aus allen aktivierten Netzwerken. Den Nutzer betreffende Tweets und Nachrichten finden sich in der zweiten Spalte, die dritte fasst empfangene und gesendete Direct Messages zusammen. Auf einer Infoleiste informieren Gelb und Grau gefärbte Punkte darüber, in welcher Spalte man sich befindet. Auch wann eine Nachricht gepostet wurde, findet sich dort.
Neue Spalten einrichten
Die Einrichtung weiterer Spalten ist möglich und kinderleicht. Alle Tweets können nach selbst gewählten Keywords gefiltert werden. Nachrichten, die das Keyword betreffen, zeigt die App in einer eigenen Spalte an. Die Eingabe eines Suchworts ist denkbar einfach: Nach einem Tap auf den Suchbutton in der Navigationsleiste am unteren Bildschirmrand erscheint ein Pop-up mit Eingabefeld.
Nach dem Eintippen und Bestätigen durchforstet Tweetdeck erstaunlich schnell alle themenbezogenen aktuellen Twitter-Beiträge und führt sie anschließend in einer eigenen Spalte zusammen. Warum hier allerdings ein eigener Suchbutton programmiert und nicht die Android-Suchtaste verwendet wurde, will nicht recht einleuchten.
Automatische Status-Aktualisierungen
Schön ist die funktionale Doppelbelegung des Scrollbalkens: Hat die App neue Nachrichten erhalten, ändert sich seine Farbe von grau zu gelblich. Status-Aktualisierungen erfolgen automatisch, befindet man sich auf dem Homescreen, stellt die Anwendung aber über die Menütaste auch eine manuelle Refresh-Funktion zur Verfügung. Dort erfolgt auch die Verwaltung von Spalten und Benutzerkonten.
Getwittert wird über den ersten Button in der unteren Navigationsleiste. Auch hier gelang eine elegante und simple Lösung. Eingabefeld, Send-Button und die virtuelle Tastatur bestimmen das Nachrichtenfenster. In welchem Netzwerk eine Nachricht veröffentlicht werden soll, lässt sich über Buttons im oberen Displaybereich festlegen. Sehr praktisch. Klappt man die Tastatur ein, ermöglichen drei Schaltflächen unterhalb des Eingabefeldes das Hinzufügen eines Fotos, des Standortes oder die Auswahl eines Kontakts.
Letztere werden über den zweiten Button der Leiste verwaltet. Die Darstellung erfolgt in einer übersichtlichen Listenform inklusive des Profilbildes. Ein kleines Icon erlaubt die Zurodnung eines Kontakts zu einem bestimmten Netzwerk. Die Anlage von Gruppen spart die App bislang leider aus.
Bedienbarkeit
Tweetdeck-Newbies dürften sich schon ein- bis zweimal am Kopf kratzen, bevor sie hinter alle Funktionalitäten der App gestiegen sind. Die Zeit sollte man allerdings ruhig investieren, denn nach ein wenig Eingewöhnung geht die Bedienung leicht von der Hand.
Fazit
Natürlich handelt es sich nur um eine Beta-Version, doch schon jetzt offenbart die Tweetdeck-App viel Potenzial. Die Verwaltung des Twitter-Accounts erleichtert sie jedenfalls erheblich und verspricht einen weiteren Qualitätssprung effizienten Netzwerkens.
Vor allem die Filterung aller Tweets nach direkt an den Nutzer adressierten Nachrichten ist gut umgesetzt und schafft viel Orientierung. Vieltwitterer dürfen sich ab sofort also auch mobil auf dieses wertvolle Feature freuen. Alle anderen selbstverständlich auch.
Als Testgerät kam ein HTC Legend zum Einsatz. My Android TweetDeck Beta ist kostenlos und kann im Android Market heruntergeladen werden.
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Also bei mir findet er leider die App nicht
Kommentar by Christoph — 15. August 2010 @ 18:17