Neues aus der Twitter-Welt: Der Microblogging-Dienst wird Nutzerdaten bei Anfragen an die Behörden weitergeben. Außerdem ist der Tweetdeck-Kauf unter Dach und Fach.
Die meisten werden die hohen Wellen mitbekommen haben, die eine angebliche Affäre des englischen Fußballers Ryan Giggs mit einem TV-Sternchen geschlagen hat. Der Sportler hatte sich gerichtlich jede Berichterstattung über die Geschichte verbeten – eine so genannte „super injunction“, das totale Verbot, die Angelegenheit unter Androhung juristischer Konsequenzen überhaupt zu erwähnen.
Tausende Twitter-User kümmerte das wenig und zerrissen sich munter das Maul über Giggs – der prompt seine Anwälte auf Twitter ansetzte, um herauszufinden, wer das Schweigegebot zuerst verletzt haben könnte.
Im Zuge der Affäre äußerte sich jetzt der neue Twitter-Boss Tony Wang und gab gegenüber der BBC unmissverständlich zu verstehen, dass Twitter Nutzerdaten an die Behörden weitergeben werde, sollte eine entsprechende Anfrage erfolgen. Allerdings bezog er sich nicht direkt auf den Giggs-Fall, sondern bezog allgemein Stellung. Man stehe den Usern gegenüber in der Verantwortung, werde jedoch bei Gesetzesverstößen mit den lokalen Behörden zusammenarbeiten.
Zudem bestätigte Twitter offiziell, Tweetdeck erworben zu haben. Twitter-CEO Dick Costolo versprach, dass man weiter in den beliebten Client investieren wolle. Anfang Mai waren zum erste konkrete Gerüchte über den Kauf herumgegangen. Über die Höhe des Kaufpreises ist nichts bekannt, angeblich betrug er runde 40 Millionen US-Dollar. Unten das Posting aus dem Twitter-Blog im Wortlaut.
“In early 2008, a London-based programmer named Iain Dodsworth began thinking about how to organize everything happening on Twitter. His answer was TweetDeck, a groundbreaking dashboard for monitoring what people are saying in real-time. Today, we’re pleased to announce that the TweetDeck team has joined Twitter.
This acquisition is an important step forward for us. TweetDeck provides brands, publishers, marketers and others with a powerful platform to track all the real-time conversations they care about. In order to support this important constituency, we will continue to invest in the TweetDeck that users know and love.
TweetDeck is a great example of a third-party developer that designed tools for the incredibly important audience of Twitter power-users and, in turn, created value for the network as a whole. As Iain’s journey suggests, there is significant opportunity for developers who deliver insights that foster a more engaged Twitter user base.”
[via bgr, bbc]
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